Informationen zu Nachi Robotern
Wenn Sie einen Roboter Nachi auswählen, geht es in der Praxis um eine saubere Zuordnung von Roboterbauart, Arbeitsraum, Taktanforderung und Integration (z. B. Greifer, Sensorik, Netzwerke, zusätzliche Achsen). NACHI deckt dabei mehrere Robotertypen und typische Automationsszenarien ab – von Montage und Maschinenbeschickung bis zu Schweißanwendungen.
Funktionsweise und Serienüberblick
Im NACHI-Portfolio sind insbesondere vier Linien für viele Industrieprojekte relevant: Die MZ-Serie umfasst kompakte 6-Achs-Industrieroboter mit innenliegender Kabel- und Leitungsführung sowie hohlem Handgelenk für kollisionsarmen Einsatz in beengten Zellen. Für die auf der deutschen Herstellerseite dargestellte MZ-Auswahl werden als Key Facts 1 bis 25 kg Tragfähigkeit, 350 bis 1882 mm Reichweite sowie bis 0,02 mm Wiederholgenauigkeit genannt.
Für kollaborative Anwendungen bietet NACHI den CZ10 als schlanken, berührungs- und drucksensitiven Roboterarm, der sich durch manuelles Führen an Positionen programmieren lässt. Als Key Facts werden 10 kg Tragfähigkeit, bis 1300 mm Reichweite, Schutzklasse IP54 sowie eine Zertifizierung nach ISO 10218-1 angegeben.
Für schwere Lasten und Schweißanwendungen ist die SRA-Serie auf schwere Punktschweißzangen und Rollnahtschweißausrüstung ausgelegt und wird zudem für das Handling großer Bauteile beschrieben. Als Key Facts werden 100 bis 250 kg Tragfähigkeit sowie 1634 bis 2951 mm Reichweite genannt.
Für Pick-and-Place und Montage auf engstem Raum ist die EZ-Serie als platzsparender Roboter mit Überkopf-Bauweise und vertikaler Bewegung in der ersten Achse beschrieben; auf der Herstellerseite werden vier- und sechsachsige Varianten, 2 bzw. 3 kg Tragfähigkeit, bis 550 mm Reichweite und bis 0,014 mm Wiederholgenauigkeit genannt.
Einsatzbereiche und typische Anwendungen
NACHI beschreibt Robotik-Lösungen für das Be- und Entladen von Werkzeug- und Spritzgießmaschinen, Punkt- und Bahnschweißen (u. a. in Automobilindustrie und Stahlbau), Pick-&-Place, Verpacken und Palettieren sowie Positionieren und Montieren von Kleinteilen in der Elektronikfertigung. Für Ihre Projektauswahl hilft es, diese Anwendungsfelder direkt mit den passenden Serien zu matchen: MZ für universelles Handling und präzises Positionieren, EZ für schnelle Bestückung/Montage in kompakten Layouts, CZ für kollaborative Montageszenarien und SRA für schwere Schweiß- und Handhabungsaufgaben.
Vorteile und Besonderheiten der NACHI-Lösungen
Bei der MZ-Serie stehen die kompakte, schlanke Bauweise, innenliegende Kabelführung und das hohle Handgelenk im Vordergrund – praktisch, wenn die Zelle eng ist und Sie Störkanten (z. B. außenliegende Schläuche) reduzieren möchten. Dazu werden hohe Bahngeschwindigkeiten und eine hohe Wiederholgenauigkeit für präzises Handling und Positionieren betont.
Bei der EZ-Serie ist das Montagekonzept ein zentraler Hebel: Die Überkopf-Installation kann Stellfläche sparen, weil keine Roboterstellfläche am Boden benötigt wird. In der EZ-Serienbroschüre wird dies beispielhaft mit einer deutlich reduzierten Zellenstellfläche (40 % im Beispiel) und kürzeren Wegen gegenüber bodenmontierten SCARA-Konzepten veranschaulicht.
Für die kollaborative Zusammenarbeit ist beim CZ10 die „Mitführung“ als Programmierprinzip relevant, ebenso die vom Hersteller genannten Eckdaten (IP54, ISO 10218-1). Unabhängig vom Roboter gilt: Ob eine Applikation ohne Schutzzaun realisierbar ist, hängt immer von der konkreten Risikobeurteilung und dem Gesamtsystem (Werkzeug, Werkstück, Geschwindigkeit, Umgebung) ab.
Auswahl, Kauf und Einordnung im Projekt
Für eine belastbare Vorauswahl sollten Sie die Entscheidung entlang weniger, klarer Kriterien strukturieren – und diese anschließend mit Datenblatt/Herstellerangaben abgleichen:
- Robotertyp: 6-Achs (MZ/SRA) für flexible Raumbewegungen, SCARA/kompakte Montage (EZ) für hohe Dynamik in kompakten Layouts, kollaborativ (CZ10) für Mensch-Roboter-Zusammenarbeit.
- Last & Reichweite: orientiert an Werkstück, Greifer, Zusatzkomponenten und dem realen Arbeitsraum (inkl. Sicherheitsabständen).
- Montagekonzept: z. B. Überkopf (EZ) vs. klassische Zellenmontage – relevant für Stellfläche und Zugänglichkeit.
- Schutzklasse: je nach Umgebung (z. B. IP67 bei mehreren MZ-Modellen auf der Herstellerseite; IP54 beim CZ10).
- Steuerung & Integration: NACHI beschreibt Windows-basierte Controller mit Teach Pendant; Vision- und Kraftsensoren sowie Netzwerke werden zentral verwaltet. Je nach Controller sind zusätzliche Achsen möglich (z. B. 6 steuerbare, bis 8 maximal) und es werden umfangreiche I/O- sowie Programmkapazitäten angegeben.
Wenn Sie im Einkauf vergleichen, lohnt sich außerdem ein Blick auf die Integrationsrealität: Greifer- und Werkzeugkonzept, Anbindung an Ihre Liniensteuerung, Sicherheitskonzept sowie die Verfügbarkeit passender Controller-/Robotervarianten für Ihr Layout. Technische Referenzseiten finden Sie beim Hersteller unter NACHI Produktportfolio Roboter sowie bei den Controller-Übersichten.
Weitere typische Fragen
Welche Serie ist für enge Zellen besonders geeignet?
Wenn der Platz knapp ist, sind kompakte Bauformen und eine kollisionsarme Medienführung entscheidend. Für die MZ-Serie werden innenliegende Kabel- und Leitungsführungen sowie hohle Handgelenke explizit genannt, um in beengten Platzverhältnissen arbeiten zu können.
Was unterscheidet den CZ10 im Shop-Kontext?
Der CZ10 ist als kollaborativer Roboterarm beschrieben, der berührungs- und drucksensitiv ist und sich durch manuelles Bewegen programmieren lässt. Ob das in Ihrer Anwendung „ohne Zaun“ umsetzbar ist, muss immer über die anwendungsbezogene Sicherheitsbewertung des Gesamtsystems entschieden werden.
Welche Steuerung ist relevant – und worauf sollte ich achten?
NACHI beschreibt Controller, die per Teach Pendant bedient werden und zusätzlich Vision-/Kraftsensorik sowie Netzwerke zentral verwalten. In den Spezifikationen werden u. a. Achs- und I/O-Kapazitäten sowie eine Roboterüberwachungsfunktion (PL d, optional PL e) genannt; die konkrete Auswahl hängt vom Robotertyp und dem geplanten Systemaufbau ab.
Wie kann ich Nachi Roboter Deutschland beschaffen und passend einordnen?
Für die Beschaffung ist entscheidend, dass Sie Modell, Baujahr/Revision (falls gebraucht), Controller-Version und Integrationsanforderungen (z. B. zusätzliche Achsen, Sensorik, Schnittstellen) sauber spezifizieren. Nutzen Sie dafür die Herstellerübersichten als technische Referenz und gleichen Sie die gewünschten Eckdaten mit dem konkreten Angebot im Shop ab.